Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1 in Bern

Auf dem Areal des ehemaligen Eidgenössischen Zeughauses entsteht in mehreren Etappen ein Verwaltungszentrum des Bundes. Das vormals militärisch genutzte Areal wird einer zivilen Nutzung zugeführt und gehört zum Entwicklungsschwerpunkt ESP Wankdorf.

Die erste Bauetappe ist abgeschlossen; momentan ziehen gestaffelt Mitarbeitende der Bundesanwaltschaft (BA), des Bundesamtes für Polizei (fedpol), des Bundesamtes für Rüstung (armasuisse) sowie des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BABS) in die neuen Büros.

Initiiert wurde das Bauprojekt durch einen selektiven Projektwettbewerb in den Jahren 2009/2010. Das Siegerprojekt „JOIN-Y“, ausgearbeitet von Aebi & Vincent Architekten SIA AG, Bern, wurde aus insgesamt 18 Planungsteams von der Jury zur Weiterbearbeitung empfohlen. Im Jahre 2012 genehmigten die Eidgenössischen Räte einen Verpflichtungskredit von 420 Millionen Franken zur Realisierung der ersten Etappe.
Im Mai 2013 erteilte die Genehmigungsbehörde der Stadt Bern dem BBL die ordentliche Baubewilligung. Die bisherige Werkstattnutzung am Guisanplatz 1 wurde an einen Ersatzstandort ausgelagert. Die rund 230 Büroarbeitsplätze auf dem Areal konnten durch Belegungsoptimierungen anderweitig verwaltungsintern untergebracht werden. Die Bauarbeiten begannen offiziell am 1. Juli 2013 und finden nun fast 6 Jahre später ihr Ende.
Die Kosten für den Bau belaufen sich auf rund 387 Mio. Franken.

Zeitrafferfilm 1. Bauetappe

Der Bau der neuen Verwaltungsgebäude war Pilotprojekt für den Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS Hochbau. Als erstes Bauprojekt überhaupt erhielt es nun mit «Platin» die höchste Auszeichnung durch das Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz (NNBS). Die Gebäude sind ausserdem mit den Labels «MINERGIE-P-Eco» sowie «Gutes Innenraumklima GI» ausgezeichnet.
Einige wenige Details zur Energieversorgung: Diese erfolgt durch erneuerbare Energien: Abwärmenutzung, Erdwärme-Sonden und Energiepfähle. Die Betonpfähle, die aus statischen Gründen für die Fundation des Gebäudes eingesetzt wurden, dienen dabei gleichzeitig als Energieabsorber. Auch eine Fotovoltaik-Anlage liefert einen Teil der Energie.

Was das Raumkonzept betrifft, war das Projekt mit seinem Multispace-Ansatz ein Pionierprojekt. Die Bundesverwaltung will mit diesem neuen Raumkonzept neben der Produktivität und der Effizienz auch die Motivation, das Wohlbefinden und die Flexibilität der Mitarbeitenden fördern und erhöhen.
Einen Meilenstein bedeutet das Verwaltungszentrum Guisanplatz ausserdem für die Umsetzung des Unterbringungskonzepts (UK 2024), mit dem das Immobilienportfolio der zivilen Bundesbauten optimiert und eine Zunahme der Unterbringungs- und Betriebskosten im Raum Bern verhindert wird.

Projektleitung Bauherrschaft
Gesamtprojektleiter Hanspeter Winkler
Projektleiter Rudenz Flühmann, André Speck

Architektur und Generalplanung
Aebi & Vincent Architekten SIA AG, Bern

Statik
edms SA, Petit Lancy

Landschaftsarchitektur:
Andreas Geser, Landschaftsarchitekten BSLA AG, Zürich

Letzte Änderung 29.07.2019

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