Bundeshaus Ost, Bern

Das Bundeshaus Ost, das mit dem Parlamentsgebäude und dem Bundeshaus West den zusammengewachsenen Gebäudekomplex „Bundeshäuser" bildet, wird bis Ende 2015 saniert. Die Sanierung ist Teil der langfristigen Unterhaltsstrategie für die Bundeshäuser.

Das vom BBL verantwortete Projekt sieht schwergewichtig die Sanierung der Innenräume mit Bereinigung der Raumstruktur und die Erneuerung der haus- und sicherheitstechnischen Anlagen vor. Weiter ist eine punktuelle Sanierung der Gebäudehülle vorgesehen, um den Minergiestandard für das Gebäude zu erreichen. Um die technische Infrastruktur den heutigen Anforderungen anpassen zu können, wird unter dem Gebäude mit einer Erweiterung zusätzlicher Platz geschaffen.

Das Bundeshaus Ost ist ein geschütztes Objekt. Sämtliche baulichen Massnahmen werden deshalb in enger Absprache mit der Denkmalpflege der Stadt Bern geplant und ausgeführt. Für die Sanierung wird das Gebäude geräumt; die Nutzer ziehen während den Bauarbeiten in zentrumsnahe Objekte. Das Gebäude wird nach der Sanierung wie bisher die Büros der Departementsvorsteher und Generalsekretariate des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes, EVD und des Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, VBS sowie Teile der Parlamentsdienste beherbergen.

Bauliche Massnahmen
Das Bundeshaus Ost bleibt in seiner Grundstruktur erhalten. Zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe werden die Raumzuteilung und die Raumanordnung aufgrund der im Raumprogramm definierten Bedürfnisse optimiert. Dabei wird ein grosser Teil der Sitzungszimmer als Sitzungszimmerpool zusammengefasst (Haupteingriff 4.OG). Die vertikalen Erschliessungen werden funktional positioniert und der Gebäudestruktur angepasst und optimal dimensioniert. Im Rahmen der Umbau- und Sanierungsarbeiten wird die Gelegenheit genutzt werden unter dem Gebäude eine "unterirdische Erweiterung" zu erstellen zur Abdeckung des zusätzlichen Raumbedarfs (Haupteingriff UG).

Termine
Bauphase: September 2012 bis April 2015
Inbetriebnahme: Mai 2015 bis März 2016
Bezug: ab April 2016

Archäologischen Funde
Im Zuge der Umbau- und Sanierungsarbeiten am Bundeshaus Ost sind für neue Zuleitungen und den Bau des neuen Untergeschosses grossflächige Bodeneingriffe nötig. Der Archäologische Dienst des Kantons begleitet diese Arbeiten. Dort, wo heute die Bundesbauten stehen, erhoben sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bedeutende öffentliche Bauten der Stadt Bern. Zuletzt stand dort das Inselspital mit seinen imposanten Kelleranlagen. Gebraucht wurden diese einst, um die Naturalabgaben der Spitalstiftung zu lagern, die zur Finanzierung des Spitals und zur Versorgung seiner Insassen verwendet wurden.

Eindrucksvolle Reste der Keller wurden inzwischen freigelegt und von den Archäologen eingehend dokumentieren. Danach verschwinden sie wieder unter der Erde oder weichen den Baumassnahmen. Im Rahmen eines Tages des offenen Bodens machte der Archäologische Dienst diese neuen Entdeckungen der breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Weitere Informationen

Projektleiterin BBL:
Merle Rissiek

Architektur und Generalplanung:
alb architektengemeinschaft ag, Bern

Bilder:
gta Archiv, ETH Zürich: Nachlass Hans Wilhelm Auer

Beitrag SRF Nachrichtenmagazin 10vor10 vom 28.01.2014
Bundeshaus Ost auf Stelzen

Letzte Änderung 29.01.2014

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