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MitteilungVeröffentlicht am 2. Juli 2026

Umbau des UVEK-Verwaltungsgebäudes auf dem Campus Nord in Ittigen abgeschlossen

Die Sanierungs- und Umbauarbeiten beim Verwaltungsgebäude an der Mühlestrasse 2 in Ittigen sind abgeschlossen. Der Charakter der filigranen Holzkonstruktion wurde bewahrt. Im Inneren ist eine lichtdurchflutete, offene Bürolandschaft entstanden, die durch helle Farben und maximale Tageslichtnutzung überzeugt. Das Gebäude bietet nun BAFU, ARE und den Sprachdiensten moderne und flexible Arbeitsplätze.

Mit dem 2023 begonnenen Umbau wird die Architektur des bestehenden, rund zwei Jahrzehnte alten Gebäudes respektvoll bewahrt und dessen Funktionalität langfristig gesichert.

Erneuert oder teilsaniert wurde die technische Substanz von der Fassade über die Statik bis zum Atriumdach.

Wer das 140 Meter lange, viergeschossige Verwaltungsgebäude an der Mühlestrasse 2 in Ittigen nach dem Umbau betrachtet, stellt fest:  Die filigrane Holzkonstruktion, das lichtdurchflutete Atrium und die Innenbegrünung blieben in ihrem ursprünglichen Charakter erhalten. Ein völlig neues Gesicht hat hingegen die modernisierte Bürowelt erhalten. Diese bietet nun zeitgemässe Arbeitsplätze für das Bundesamt für Umwelt BAFU, das Bundesamt für Raumentwicklung ARE sowie die Sprachdienste des UVEK.

Offen, hell, flexibel

Die vorherige, starre Struktur mit kleinen Zellenbüros hat sich nun in eine lebendige, offene Arbeitslandschaft mit flexiblen Arbeitsplätzen gewandelt. Das Raumkonzept folgt dem modernen Multispace-Ansatz des Bundes. Offene Arbeitsbereiche wechseln sich mit kleineren Besprechungszimmern, Telefonboxen, ruhigen Rückzugsorten und Begegnungszonen ab. Die Bereiche sind klar strukturiert, akustisch optimiert und haben reichlich Tageslicht. Gemäss dem Shared-Desk-Prinzip gibt es nicht mehr fix zugeordnete Arbeitsplätze. Mitarbeitende bleiben jedoch einem Bereich zugewiesen und verfügen dort auch über ein Schliessfach. Diese sogenannten «Locker» sind in den Eingangsbereichen der Bürogeschosse platziert.

Auberginetöne an den Querwänden setzen Akzente, verleihen dem Gebäude Struktur und unterbrechen geschickt die weite Längsachse. Der dezente Grünton des Teppichbodens harmoniert mit der Holzkonstruktion. Die Korridorwände sind raumhoch verglast, so dass Licht tief ins Gebäude eindringen kann. Das Ergebnis ist eine helle Atmosphäre, die zum konzentrierten Arbeiten einlädt und gleichzeitig den Austausch fördert. Auch das Erdgeschoss überzeugt mit Neuerungen: Die umgestaltete Cafeteria bietet dank modernem Free-Flow-System mehr Komfort und Effizienz, während die zentral angeordneten Konferenzräume ideale Bedingungen für grössere Meetings schaffen.

Nachhaltig saniert

Das Gebäude ist nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS Gold saniert und zertifiziert. Der Standard bewertet neben ökologischen auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Auf dem Flachdach produzieren 430 Photovoltaikmodule Strom für den Eigenbedarf. Die erwartete Jahresproduktion von rund 180 000 Kilowattstunden entspricht dem Verbrauch von etwa 40 Durchschnittshaushalten. Geheizt wird mit erneuerbarer Energie. Zwei neue Wärmepumpen ersetzen die alten Anlagen. Als zusätzliche Energiequelle dient die Abwärme des nahe gelegenen Swisscom-Rechenzentrums. Für die Kühlung kommt weiterhin natürliches Grundwasser zum Einsatz.

Die nachhaltigen Aspekte der Sanierung zeigen sich nicht nur in der Haustechnik, sondern auch bei der Wiederverwendung zahlreicher Bauteile im Sinne der Kreislaufwirtschaft, den Materialien und dem Raumklima. So bestehen die Teppichplatten in den Arbeitsbereichen vollständig aus recycelten Materialien wie alten Fischernetzen oder Textilien. Die Beleuchtung reagiert automatisch auf Tageslicht und Nutzung und sorgt mit energieeffizienten LED-Leuchten jederzeit für optimale Lichtverhältnisse. Die von aussen zugeführte Frischluft und der automatisch gesteuerte Sonnenschutz sorgen für eine gleichmässige Temperierung und schaffen ein ganzjährig angenehmes und gesundes Raumklima.

Architektur und Generalplaner
Rykart Architekten AG

Bauingenieur
Bächtold & Moor AG

Elektroplanung
Boess + Partner AG

Haustechnik- und Brandschutzplanung
Amstein und Walthert AG

Holzbauingenieur
Makiol Wiederkehr AG

Lichtplanung
Reflexion AG

Akustik und Bauphysik
Grolimund + Partner AG

Fassadenplanung
Buri, Müller und Partner GmbH

Sicherheitsplanung
E-Tool AG

Gastroplanung
H PLUS S Gastronimiefachplanung GmbH

Projektleiterin Bauherr
Marlène Ringli Caviezel

Fotograf
Rolf Siegenthaler