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MitteilungVeröffentlicht am 10. September 2026

Sanierung und Erweiterung Schweizerische Nationalbibliothek Bern

Die Schweizerische Nationalbibliothek in Bern ist eine zentrale Kulturinstitution des Landes. Das fast 100-jährige Gebäude an der Hallwylstrasse wird umfassend saniert und erweitert, um seine Funktion langfristig zu sichern und zukunftsgerichtete Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen.

Die Schweizerische Nationalbibliothek NB in Bern gehört zu den zentralen Kulturinstitutionen der Schweiz und beherbergt auch das Bundesamt für Kultur BAK. Das fast 100 Jahre alte Gebäude an der Hallwylstrasse muss umfassend saniert werden, um seine Funktionen auch künftig zuverlässig erfüllen zu können. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der NB zu einem modernen, öffentlich zugänglichen Ort für Wissen, Austausch und Innovation. Die Nationalbibliothek ist Teil des Museumsquartier Bern mit mehreren bedeutenden Kulturinstitutionen.

Grundlage für das Projekt bildet das 2023 in einem Studienauftrag ausgewählte Siegerprojekt «NATBIB» der Arbeitsgemeinschaft Christ & Gantenbein Architekten aus Basel sowie Drees & Sommer Baumanagement.

Die Arbeiten dienen nicht nur der Ertüchtigung von Gebäudestruktur und -technik sowie der Optimierung des Raumklimas, sondern ermöglichen auch eine zukunftsgerichtete, multifunktionale Nutzung des Gebäudekomplexes.

Das Gebäude an der Hallwylstrasse stammt aus den 1930er-Jahren und ist ein bedeutendes Zeugnis des «Neuen Bauens». Es ist denkmalpflegerisch geschützt, wurde im Laufe der Zeit um zwei unterirdische Magazine erweitert und beherbergt seit 1989 das BAK. Um den Weiterbetrieb der NB zu sichern, ist aufgrund erheblicher Mängel in der Statik eine umfassende Sanierung zwingend erforderlich . Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem sensiblen Umgang mit dem denkmalgeschützten Bau, wobei alle Eingriffe in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege erfolgen.

Gemäss dem Bundesgesetz über die Schweizerische Nationalbibliothek sammelt, erschliesst, bewahrt und vermittelt die NB alle Publikationen, die in der Schweiz erscheinen oder sich auf die Schweiz beziehen, unabhängig von Sprache oder Medium. Sie sichert damit das kulturelle Erbe des Landes und stärkt die nationale Identität. Mit der geplanten Transformation entwickelt sich die NB zu einem offenen Forum für Forschung, Inspiration und gesellschaftlichen Austausch. Die Anforderungen an Bibliotheken ändern sich kontinuierlich: Neben klassischen Dienstleistungen wie Konsultation und Ausleihe werden zunehmend Angebote erwartet, die einen niederschwelligen Zugang zu Inhalten ermöglichen, das Kulturerbe erlebbar machen und den Austausch fördern.

Im Zentrum der sanierten und erweiterten Nationalbibliothek steht das «Forum», ein öffentlich zugänglicher Begegnungsraum mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten für Ausstellungen, Workshops, Forschung, Austausch, Inspiration und Innovation. Das Erdgeschoss wird zum Forum mit Bistro und vielseitig nutzbaren Räumen, während im ehemaligen Büchermagazin die klassischen Bibliotheksnutzungen untergebracht bleiben. Die Flügel- und Verbindungsbauten beherbergen die Arbeitsräume des BAK und der NB, und im unterirdischen Erweiterungsbau sind Ateliers, Werkstätten, Lagerflächen und Technikräume geplant.

Während der gesamten Bauzeit muss der Schutz der eingelagerten Güter in den Tiefmagazinen gewährleistet bleiben. Dafür werden diverse Provisorien für die Haustechnik erstellt. Die Arbeiten erfolgen auf engem Raumund unter Einbezug der direkten Nachbarn. Das Projekt wird nach den Standards des Nachhaltigen Bauens Schweiz (SNBS) entwickelt.

Aufgrund der Bauarbeiten zieht die NB etappenweise bis Ende November 2026 in ein provisorisches Gebäude an der Monbijoustrasse 72–74 («Titanic»). Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, nach aktuellem Planungsstand ist die Inbetriebnahme der sanierten und erweiterten Nationalbibliothek im Jahr 2034 geplant.

Link zu Projektwebseite: www.sanierung-nationalbibliothek.ch