Ersatzneubau Leistungsdiagnostik und Regeneration in Magglingen

Die Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM ist ein Bereich des Bundesamts für Sport BASPO und damit ein wichtiger Bestandteil der Magglinger Dachlösung für die Entwicklung des Schweizer Sports. Die Hochschule bildet für den Schweizerischen Leistungssport das Kompetenzzentrum für sportwissenschaftliche und sportmedizinische Dienstleistungen und Forschung. Um diese Leistungen fachgerecht zu erbringen wird eine zeitgemässe Infrastruktur benötigt.

Sportlerinnen und Sportler können sportwissenschaftliche Unterstützung durch das Dienstleistungsangebot der EHSM und optimale Trainingsmöglichkeiten an ein und demselben Ort in Anspruch nehmen. Das Ressort Leistungssport der EHSM unterstützt den Nachwuchsleistungs- und Spitzensport. Diese Leistungen werden heute im Gebäude «Hochschule Lärchenplatz» erbracht. Die Infrastruktur ist jedoch nicht mehr zeitgemäss: der sanierungsbedürftige Gebäudekomplex aus dem Jahre 1967 kann seine Funktion nicht mehr genügend erfüllen.
Die neue Hochschule soll anstelle der heutigen Gebäude an der Alpenstrasse realisiert werden. Sie vereint die Bereiche Sportmedizin und Sportphysiotherapie, Leistungsdiagnostik mit Messhalle sowie die Bereiche Leitung, Sportpsychologie, Trainerbildung Schweiz und Trainingswissenschaft unter einem Dach.
Die Grundlage des Projekts bildet der vom Bundesrat am 26. Oktober 2016 verabschiedete «Aktionsplan Sportförderung des Bundes» und das damit einhergehende «Immobilienkonzept Sport des Bundes». Das vorliegende Projekt ist Resultat eines Architekturwettbewerbs. Es wird von den Architekten «Kim Strebel» aus Aarau realisiert.

Projektrealisierung
Der Lärchenplatz und die Hochschule werden als neues Ensemble formuliert. Der Hauptzugang zur Hochschule erfolgt über den Vorbereich des Gebäudes. Die Hochschule soll Alpenstrasse und Lärchenplatz miteinander verbinden. Dadurch fügt sich die Hochschule ins Areal ein. Zudem sollen die Eingänge auf beiden Seiten des Gebäudes über eine Aussentreppe miteinander verbunden werden. Die gedeckten Eingangsbereiche laden die Nutzer zum Verweilen ein. Durch die gute Zugänglichkeit wird das Ensemble Lärchenplatz und Hochschule für ein externes Publikum erlebbar gemacht. So kann eine institutionelle Verschlossenheit geschickt vermieden werden. Es entstehen Orte der Begegnung und des Verweilens.
Eine weitere architektonische Auffälligkeit ist der zurückversetzte und verglaste Sockel, über welchen der Holzbaukörper herausragt. Der niedrig gehaltene Bau wird mit zwei Innenhöfen versehen. Dadurch ergibt sich eine gute natürliche Belichtung der Innenräume. Die verschiedenen Nutzungsräume umrunden die Innenhöfe. An der Süd- und Nordfassade sowie an den beiden Innenhöfen werden sich dann mehrheitlich die Büros, Labors etc. befinden.

Das Gebäude wird grösstenteils in Massivbauweise erstellt. Die zweigeschossigen Räume an den Stirnseiten werden in Holzbauweise über steife Dachscheiben an den Massivbau gehängt.
Das Gebäude wird von einer Holzstruktur eingehüllt werden. Diese Struktur gliedert das Volumen und verbindet die grossräumigen Hallen mit den übrigen Räumen. Durch die Holzfassade fügt sich das Gebäude optimal in seine Umgebung am Wald ein.

Energie / Nachhaltigkeit
Das Projekt Neubau Lärchenplatz wurde mit dem Nachhaltigkeitsinstrument „SIA Effizienzpfad Energie“ (SIA 2040) geplant. SIA 2040 stellt die Basis für die Umsetzung des Etappenziels der 2000-Watt-Gesellschaft im Gebäudebereich dar.

Projektleitung Bauherr:
Antonin Vouillamoz

Architektur:
Kim Strebel Architekten, Aarau

Landschaftsarchitekt:
Tremp Lanschaftsarchitekt, Zürich

Bauingenieur:
HKP Bauingenieure AG, Baden

HLKKSE-Planer:
Ingenieurbüro IEM AG, Bern

Letzte Änderung 01.11.2019

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